01.10.2011: erfolgreiche Ausbildung mit der Feuerwehr
Am Samstag, den 01.10.11, piepten um 07:33 die Melder der SEG OG Dippoldiswalde. Es ging zur einer besonderen Ausbildungsmaßnahme nach Schlottwitz.
Zunächst wurden die Fahrzeuge besetzt und anschließend brach der Konvoi aus 3 Einsatzfahrzeugen nach Glashütte auf, um sich dort mit den ebenfalls alarmierten SEG Ortsgruppen Glashütte und Liebenau zu treffen. Danach fuhren wir nach Schlottwitz, wo wir auf die Feuerwehren der Stadt Glashütte trafen. Der stellv. Kreisbrandmeister und Wehrleiter der FF Glashütte, Veith Hanzsch, gab den Anwesenden zusammen mit dem diensthabenden organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL) und dem Zugführer der SEG eine kurze Einweisung in das geplante Szenario und den Abaluf der Ausbildungsmaßnahme.
Folgendes Szenario wurde angenommen: Ein Reisebus mit 16 Insassen hielt auf der Straße, ein nachfolgender PKW mit 2 Insassen bemerkte das stehende Fahrzeug zu spät und prallte frontal auf den Bus. Ein Insasse wurde im Fahrzeug eingeklemmt und sollte anschließend durch die Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Außerdem brach am Heck des Busses Feuer aus.
Während die Feuerwehren die verschiedenen Rettungsmaßnahmen durchführten, wurde durch die SEG zunächst eine Verletztenablage organsisiert, an welcher eine "leitende Notärztin" die Verletzten sichtete und in eine Triage-Kategorie einteilte. Zeitgleich wurden 2 Schnelleinsatzzelte aufgebaut, um die Patienten von der Verletztenablage aufzunehmen. Es wurden ein Behandlungszelt der Kategorie I (vitale Bedrohung) und ein Zelt der Kategorie II (Transportpriorität) eingesetzt. Im Zelt der Kategorie I kümmerte sich eine "Notärztin" gemeinsam mit den Helfern um die Schwerverletzten.
Ein weiterer "Notarzt" kümmerte sich mit einem Helferteam um die im PKW eingeklemmten Patienten. Die Fahrerin des PKW war eingeklemmt und bewusstlos, während die Beifahrerin mit einer offenen Unterschenkelfraktur und einem massivem Schock zügig aus dem Fahrzeug befreit und versorgt werden konnte. Um die Rettung der bewusstlosen Fahrerin so schnell und schonend wie möglich zu gestalten, wurde nach Rücksprache mit der Feuerwehr das Dach des Autos entfernt und die Patientin anschließend mittels Spineboard aus dem Wrack befreit.
Nach etwas weniger als einer Stunde war das Übungsszenario beendet und übertraf in Zügigkeit und Zusammenarbeit die Erwartungen der Übungsleitung. Die einzelnen Komponenten von Feuerwehr und DRK haben sehr gut eigenständig funkitoniert und hervorragend an den Schnittstellen ineinandergegriffen.
Eine Ausbildungsmaßnahme dieser Art (mit mehreren SEG Ortsgruppen) und diversen Feuerwehren hat es schon eine ganze Weile nicht mehr gegeben und verlief sehr gut. Man muss jedoch eingestehen, dass die kurze Zeit der gesamten Rettungsmaßnahmen darauf zurückzuführen war, dass die SEG nahezu parallel mit der Feuerwehr eintraf. Im Realfall gibt es alarmierungs- und ausrückebedingt eine Verzögerung des Eintreffens der SEG von ca 30min.
Anschließend wurde die Ausbildungsmaßnahme im Gerätehaus der FF Schlottwitz bei Getränken und Bockwurst ausgewertet. Gegen 12:00Uhr konnten alle Beteiligten zu ihren Standorten zurückkehren.
(Copyright/Text: Ortsverein10/2011: cr)






